Dezentrale Pflegeausbildung in Sambia
In vielen Regionen Sambias fehlt es an qualifizierten Pflegefachpersonen. Gesundheitsstationen sind stark belastet, und der Zugang zu einer fundierten Ausbildung ist für viele junge Menschen eingeschränkt.
Gleichzeitig ist der Bedarf an gut ausgebildetem Pflegepersonal hoch, insbesondere in ländlichen Gebieten.
Das Projekt „Scaling Up Decentralized Education for Nurses (SUDEN)“ setzt an dieser Ausgangslage an. Es wird vom LED und weiteren Partnern finanziell unterstützt und gemeinsam mit dem sambischen Gesundheitsministerium umgesetzt. Ziel ist es, die praktische Pflegeausbildung zu dezentralisieren und landesweit zu verankern.
Das Ausbildungsmodell basiert darauf, die Pflegeausbildung nicht ausschliesslich an wenigen grossen Spitälern durchzuführen, sondern systematisch in Spitäler und Gesundheitsstationen im ganzen Land zu integrieren. Studierende absolvieren ihre Ausbildung in einem Rotationssystem zwischen Colleges, Spitälern und ländlichen Gesundheitsstationen. Ärzt:innen und Pflegefachpersonen an den beteiligten Standorten werden gezielt als Mentor:innen weitergebildet.
Ergänzend werden Skills Labs aufgebaut und genutzt, in denen praktische Fertigkeiten realitätsnah trainiert werden. Auf diese Weise entsteht schrittweise ein landesweites Netzwerk von Ausbildungsorten, das gleichzeitig die lokale Gesundheitsversorgung stärkt.
Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium führt SolidarMed dieses dezentrale Ausbildungsmodell in allen Provinzen Sambias ein.
Das Projekt trägt zur Verbesserung der Ausbildungsqualität bei und erhöht die Zahl der Studierenden, die ihre Ausbildung erfolgreich abschliessen. Gleichzeitig steigt der Anteil der Pflegefachpersonen, die nach dem Abschluss in ländlichen Regionen tätig sind. Damit leistet SUDEN einen Beitrag zur Stärkung des Gesundheitssystems und zur besseren medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung.