Großer Flüchtlingsstrom in den Senegal bahnt sich an

Politische Krise im westafrikanischen Gambia

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19.01.2017: Die politische Krise im westafrikanischen Gambia setzt den benachbarten Senegal in Alarmbereitschaft, eine militärische Intervention droht.

 

Die senegalesische Bevölkerung im Grenzgebiet muss in diesen Stunden Tausende Flüchtlinge aus Gambia aufnehmen, unterbringen, mit Nahrung und Medikamenten versorgen und ist heillos überfordert. Die Partnerorganisationen des vom LED unterstützten Senegalprogramms von HORIZONT300, Enda Santé, Caritas Kaolack und Symbiose, deren Interventionsgebiet sich in der Grenzzone befindet, berichten von einer äußerst schwierigen und angespannten Situation.

 

Ursache für die aktuelle Krise ist, dass der im Dezember abgewählte gambische Präsident Yahya Jammeh nicht auf sein Amt verzichtet. Jammeh, dem während seiner Amtszeit schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, regiert das Land seit 22 Jahren autokratisch.

 

Die Präsidenten der CEDEAO (afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft) haben sich bis heute Zeit gegeben, diese Krise politisch zu lösen. Währenddessen wurde das senegalesische Militär an der Grenze zusammengezogen.

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