Regierungschef Adrian Hasler auf Projektreise

Der Regierungschef Adrian Hasler besuchte die Projekte des LED in der Republik Moldau.

Regierungschef Adrian Hasler mit einem vom LED unterstützten Jungunternehmer.

 

Regierungschef Adrian Hasler unternahm vom 12. bis 14. März eine Projektreise in die Republik Moldau. Vor genau zehn Jahren trat das Abkommen zwischen Liechtenstein und der Republik Moldau über die Humanitäre Hilfe und die technische Zusammenarbeit in Kraft. Aus diesem Anlass besuchte der Regierungschef Projekte des LED in der Hauptstadt Chişinău sowie in der Stadt Bãlţi im Norden des Landes.

 

Besuch von Bildungsprojekten

Im Zentrum der Reise von Regierungschef Adrian Hasler stand der Besuch der Berufsbildungsprojekte, welche vom LED umgesetzt werden. Die Republik Moldau ist seit 2005 ein Schwerpunktland der liechtensteinischen Entwicklungszusammenarbeit. Seit Unterzeichnung des bilateralen Abkommens über die Humanitäre Hilfe und die technische Zusammenarbeit hat Liechtenstein Projekte im Umfang von rund 14 Millionen Franken in der Republik Moldau unterstützt.

 

Am Dienstag besichtigte Regierungschef Adrian Hasler in Begleitung des Leiters des lokalen LED-Büros, Pius Frick, zwei von insgesamt 22 Berufsschulen, die im Rahmen des LED-Projekts gefördert werden. Der LED arbeitet ausschliesslich mit öffentlichen Schulen, die Jugendliche in den Handwerksbereichen Schweisser, Elektriker, Koch/Konditor, Schneiderin/Näherin, Heizungs- und Lüftungstechniker sowie Gipser/Verputzer ausbilden. Die Verantwortung bleibt damit zu jeder Zeit in den Händen des Staates. Das Projekt verbessert das nationale Berufsbildungssystem auf allen Ebenen: Berufsstandards werden zusammen mit der Privatwirtschaft festgelegt, Lehrpläne gemeinsam mit dem Bildungsministerium entwickelt, das Schulmanagement organisatorisch gestärkt, die Lehrpersonen weitergebildet, die Werkstätten mit Geräten und Verbrauchsmaterial ausgerüstet und das Prüfungswesen vereinheitlicht. Der Regierungschef Adrian Hasler besuchte dabei auch das vom LED unterstützte Weiterbildungszentrum der Technischen Universität, welches die BerufsschullehrerInnen pädagogisch und fachlich weiterbildet. Das Berufsbildungsprojekt des LED wird zudem von zwei liechtensteinischen Stiftungen mitunterstützt: Die Medicor Foundation finanziert die Ausweitung des bestehenden Projekts auf weitere sechs Berufsschulen; dank der Hilti Foundation wurde das LED-Projekt um drei Berufe im Baubereich erweitert.

 

Treffen mit Premierminister und Aussenminister

Bereits am Montag traf sich Regierungschef Adrian Hasler mit Premierminister Pavel Filip. Im Zentrum dieses Gesprächs stand das liechtensteinische Engagement in der Republik Moldau im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. An der anschliessenden gemeinsamen Pressekonferenz betonte Regierungschef Adrian Hasler: "Die Berufsbildungsprojekte stehen klar im Vordergrund des liechtensteinischen Engagements in der Republik Moldau. Gut ausgebildete junge Menschen sind eine Voraussetzung für die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Liechtenstein leistet mit seinen Projekten einen sichtbaren und bedeutenden Beitrag im Bereich der Berufsbildung in der Republik Moldau." Zum Abschluss des Besuchs fand zudem ein Treffen mit Aussenminister Tudor Ulianovschi, welcher bis Ende Dezember 2017 als Botschafter der Republik Moldau in Liechtenstein tätig war. Der Regierungschef nutzte diese Gelegenheit, um sich auf Basis seiner überaus positiven Eindrücke mit dem Aussenminister auszutauschen.

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